Deutschlandsafari – ein Reisebericht

13 April 2008

Kaum im Norden Deutschlands angekommen, wurde ich von meinen Jagdkollegen in Empfang genommen. Sie hatte zum Zwecke der Treibjagd auf Zebras das Gefährt bereits getarnt, doch war ihnen ein waidmännischer Fehler unterlaufen. Man hatte, wie es häufig vorkommt,  das Muster der Unpaarhufer mit dem eines Schachbretts verwechselt. Unnötig zu erwähnen, dass uns das Wild natürlich von weitem anpirschen sah.

So konnten wir natürlich nicht das erhoffte Wildbret zur Verpflegung unsere Familien nach Hause bringen. Es musste ein anderer Plan her, um nicht ohne einen Schinken heimzukehren. Nach kurzer Überlegung erschien dieses Angebot dazu wie geschaffen:

Zum Erstaunen aller Waidmänner gab es allerdings deutliche Differenzen im Regelwerk von “Skat” verglichen mit dem uns bekannten “Mau-Mau”, was zu einem sehr frühen Ausscheiden führte. Also blieb uns nichts anderes übrig, als bei dem lokalen, weitaus erfolgreicherem Wilderer einzukaufen. Er hatte wie durch Zufall grade ein grasendes Zebra mit seinem Luftgewehr erlegt.

Natürlich flog unserer Geschichte auf, und wir wurden mit Spot überzogen. Die Flucht vor dem Hohn führte mich nach Hannover, wo ich meine letzen Tage im Exil verbringen wollte. Doch vom Regen geriet ich dort in die Traufe: Aus einer Gruppe aufrichtiger angehender Akademiker hat sich durch das Zuführen von großen Mengen Baumaterialien eine Horde Wilder entwickelt. Schon die Begrüßung fiel ungewohnt rustikal aus:

Zuerst dachte ich an eine ausgefallene Party mit dem Motto “Renovierung”. Als dann jedoch anstatt des normalen Bieres Maurerbrause aus kleinen 0.33 Flaschen ausgeschenkt wurde und die Verkleidungen sich als echte “Arbeitskleidung” herausstellten, war mir klar, dass ich in eine Falle geraten bin.

 Klar, dass ich mir direkt ein Ticket für diese geniale neuer Erfindung hier gekauft habe und mich zurück über den Teich habe werfen lassen.

Leave a Reply